Entdecken Sie das Risiko von E-Bike-Akkus in Ihrer Organisation

Für Mitglieder zählt der Komfort: Nach der Runde den Trolley abstellen und beim nächsten Besuch wieder spielen können. Der Vorstand möchte das mit einer tragfähigen Investition und klaren Sicherheitsregeln ermöglichen.
In Gesprächen von ChargeHyve mit zwei niederländischen Golfclubs zeigten sich unterschiedliche Ausgangssituationen. Ein Club suchte nach einer Alternative, nachdem das Laden in den Trolleyschränken innerhalb des Gebäudes untersagt worden war. Der andere wollte die Lademöglichkeiten bereits beim Neubau berücksichtigen. Ihre Fragen liefern praktische Anhaltspunkte für Clubs, die ihre Ladeinfrastruktur neu planen.
Eine Änderung der Laderegeln betrifft die Mitglieder unmittelbar. Bei dem Club, der das Laden in den innenliegenden Trolleyschränken untersagt hatte, führte der Wegfall dieser Möglichkeit laut den Gesprächsnotizen zu Enttäuschung und Ärger.
Der Club suchte deshalb eine Lösung, mit der Mitglieder ihre Trolley-Akkus weiterhin auf dem Gelände aufbewahren und laden können.
Auch ohne Ladeverbot kann es sinnvoll sein, die Einrichtung zu überdenken. Etwa wenn mehr Mitglieder einen Elektrotrolley nutzen, der vorhandene Platz nicht mehr ausreicht oder ein Umbau geplant ist.
Erfassen Sie zunächst die aktuelle Situation: Wo werden Akkus geladen, welche Akkus und Ladegeräte sind im Einsatz und welche Regeln gelten? Daraus ergibt sich, was eine neue Lösung verbessern soll.
Die Zahl der Trolleyschränke ist kein verlässlicher Maßstab für die benötigten Ladeplätze. Nicht jedes Mitglied nutzt einen Elektrotrolley und nicht jeder Nutzer möchte seinen Akku im Club lassen.
Ermitteln Sie deshalb zwei Zahlen getrennt:
Diese Unterscheidung ist wichtig, wenn ein Ladefach nach dem Laden bis zum nächsten Clubbesuch belegt bleibt. Ein voller Akku macht das Fach noch nicht für ein anderes Mitglied verfügbar.
Eine kurze Mitgliederbefragung kann aus fünf Fragen bestehen:
Ermitteln Sie anhand der Antworten die Spitzenbelegung und besprechen Sie, wie viel Platz für eine spätere Erweiterung vorgesehen werden sollte.
Ein separater Ladeschrank kann Teil eines Konzepts sein, bei dem der Trolley im bisherigen Schrank bleibt und der entnehmbare Akku an einer eigenen Ladestelle geladen wird.
Ob das im Alltag funktioniert, hängt von den Akkus und den Handgriffen der Mitglieder ab. Prüfen Sie die Abmessungen von Akku und Ladegerät, den Platz für Kabel und die Erreichbarkeit des Fachs. Auch das Entnehmen und Tragen des Akkus sollte berücksichtigt werden.
In einem unserer Gespräche kam der Wunsch auf, zwei Trolley-Akkus in einem Fach zu laden. Aus Sicht von Kapazität und Kosten ist das nachvollziehbar. Lassen Sie sich vom Anbieter bestätigen, für welche Anzahl und welche Akkus und Ladegeräte die konkrete Konfiguration geeignet und geprüft ist.
Berücksichtigen Sie bei der Auswahl die tägliche Nutzung: Können Mitglieder ihren Akku einfach einsetzen, ihr Fach wiederfinden und den Akku wieder abholen?
Die Entscheidung zwischen Innen- und Außenaufstellung hängt vom Standort, den technischen Voraussetzungen und der Gesamtinvestition ab.
| Aspekt | Innenaufstellung | Außenaufstellung |
| Platz | Passt die Anlage in den vorhandenen Trolleyraum oder den Neubau? | Gibt es einen geeigneten Standort auf dem Gelände? |
| Bedienkomfort | Wie liegt der Ladeplatz auf dem Weg zu den Trolleyschränken? | Wie bleiben Entfernung und Zugang für Mitglieder praktikabel? |
| Umgebung | Welche Maßnahmen sind für die Aufstellung im Gebäude erforderlich? | Wie werden Witterung, Temperatur und die Lage zu Gebäuden berücksichtigt? |
| Investition | Welche Anpassungen an Raum und Elektroinstallation sind nötig? | Welche Kosten entstehen für Untergrund, Stromversorgung und eine mögliche Einhausung? |
Bei einem der Clubs verschob sich die Präferenz nach dem Kostengespräch zur Außenaufstellung. Auch die Gestaltung spielte eine Rolle: Die Anlage sollte sich in die Umgebung einfügen.
Bei einer Außenaufstellung muss das Konzept zu den Betriebsbedingungen von Akku, Ladegerät und Ladeeinrichtung passen. Die niederländische Feuerwehr empfiehlt für akkubetriebene Geräte unter anderem, direkte Sonne und Frost zu vermeiden und die Bedienungsanleitung zu beachten. Hinweise zum sicheren Laden der niederländischen Feuerwehr (auf Niederländisch).
Legen Sie fest, welche Akkus und Ladegeräte verwendet werden dürfen, wann geladen wird und wie Auffälligkeiten gemeldet werden.
Zu den allgemeinen Ladeempfehlungen der niederländischen Feuerwehr gehören das Original-Ladegerät, eine stabile nicht brennbare Unterlage, das Laden vorzugsweise tagsüber und ein Rauchmelder im Laderaum. Ladeempfehlungen der niederländischen Feuerwehr (auf Niederländisch).
Für eine gemeinsam genutzte Ladeeinrichtung müssen außerdem der konkrete Standort und die Konfiguration beurteilt werden. Lassen Sie sich vom Anbieter und einer Fachperson für Brandschutz erläutern, welche Maßnahmen erforderlich sind. Stimmen Sie mögliche Bedingungen auch mit dem Versicherer ab.
Unterscheiden Sie dabei ausdrücklich zwischen der Aufbewahrung eines Akkus im Club und dem Laden ohne Aufsicht. Welche Nutzung möglich ist, muss aus dieser Beurteilung und den Produktbedingungen hervorgehen.
Eine belastbare Kalkulation umfasst die gesamte Anlage und ihren Betrieb. Berücksichtigen Sie dabei:
Holen Sie Angebote für dieselbe Kapazität und denselben Leistungsumfang ein. So kann der Vorstand die Lösungen fundiert vergleichen.
Prüfen Sie außerdem, ob der Club die Anlage aus dem allgemeinen Budget finanziert oder einen Nutzerbeitrag erwägt. Berücksichtigen Sie bei einem solchen Beitrag die erwartete Auslastung, damit die Kalkulation zur tatsächlichen Nutzung passt.
Legen Sie vorab fest, ob Mitglieder ihre Akkus selbst einsetzen und abholen oder ob Mitarbeitende beziehungsweise Ehrenamtliche dabei helfen.
Regeln Sie, wer Zugang hat, wer bei Störungen ansprechbar ist und wie mit lange zurückgelassenen Akkus umgegangen wird. Wenn Ehrenamtliche Akkus umsetzen, müssen ihre Befugnisse und Zugangsrechte zu dieser Aufgabe passen.
Testen Sie den Ablauf mit einigen Mitgliedern, bevor die Anlage breiter genutzt wird. Lassen Sie sie den gesamten Weg durchlaufen: vom Trolleyschrank zum Ladeplatz und zurück. So werden praktische Schwierigkeiten sichtbar.
Wie die Benutzerfreundlichkeit bei einer anderen Anwendung untersucht wurde, lesen Sie in unserem Praxisbericht über eine zentrale Ladeeinrichtung für E-Bike-Akkus bei Gasunie.
Mit einer Mitgliederbefragung, einer Standortbeurteilung und klaren Zuständigkeiten kann der Vorstand eine fundierte Entscheidung treffen.
ChargeHyve unterstützt Golfclubs bei der Planung von Ladelösungen für Trolley-Akkus. Halten Sie für ein erstes Gespräch die Anzahl der Trolleyschränke, eine Einschätzung der Nutzerzahl und einige Fotos des vorgesehenen Standorts bereit.
Besprechen Sie die Lademöglichkeiten für Ihren Golfclub mit ChargeHyve.